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Herzlich Willkommen!


WINTERPAUSE:
Das Freibad ist seit dem 13. September 2011 in der Winterpause.





Ein Stück Lebensqualität

Mit einem großen Fest feiern die Arzberger die Einweihung ihres neuen Freibads. Auch ein paar Regentropfen trüben nicht die Freude über das Drei-Millionen-Projekt.

Arzberg - "Heute ist Arzberg die heimliche Hauptstadt des Landkreises, zumindest was die Bäder betrifft." So hat Arzbergs Bürgermeister Stefan Göcking am Samstag wohlgelaunt zahlreiche Ehrengäste zur Einweihung des neuen Freibads begrüßt. Unter den Gästen waren: Regierungspräsident Wilhelm Wenning, Landrat Dr. Karl Döhler, die beiden Landtagsabgeordneten Martin Schöffel (CSU) und Dr. Christoph Rabenstein (SPD) und die beiden Oberbürgermeister Dr. Birgit Seelbinder aus Marktredwitz und Wolfgang Kreil aus Selb. Auch aus der Partnerstadt Horni Slavkov war eine Delegation mit Bürgermeisterin Jana Wilumezova gekommen.

43 Jahre sei es her, dass der damalige Bürgermeister Ewald Drechsel das Freibad in Arzberg eingeweiht habe, begann Göcking. Manches habe sich nicht geändert. Er zitierte aus der Rede Drechsels, dass sich die Region als damaliges Grenzland sehr schwer getan habe und die Bevölkerung weniger verdiente als anderswo.

Die neuerliche Sanierung des Arzberger Bades bedeute ein Stück Lebensqualität für die Menschen in der Stadt und in der Umgebung. Das Projekt sei auch ein wertvoller Baustein für den aufkeimenden Tourismus in der Region. Bereits im Jahr 2006 wurde das Freibad als einer der zentralen Punkte der Stadtsanierung ausgewiesen. Der Bürgermeister bedankte sich bei allen, die dazu beigetragen haben, das Projekt zu stemmen. Den Regierungspräsidenten wolle man für dessen Unterstützung belohnen: mit einem kostenlosen Sitz auf Lebenszeit in einem Strandkorb des Arzberger Bades. Den Förderverein und die Wasserwacht lobte der Bürgermeister als wertvolle Partner bei Bau und Betrieb. "Gemeinsam haben wir Großes geleistet", sagte Göcking.

Lob für Beharrlichkeit

Die Besucherzahl in den ersten vier Wochen seit der Eröffnung spreche für sich: 6000 zahlende Gäste seien trotz gemischten Wetters in das neue Bad gekommen. Hier vereinten sich innovative Technik, schöne Architektur und gestalterische Eleganz mit ökologischen Raffinessen. Das "Grander Wasser" in dem Bad verspreche nicht nur Abkühlung, sondern sogar neuen Haarwuchs und frische Farbe statt Grautönen, versprach der Bürgermeister scherzhaft. "Gehen wir oft baden, aber niemals unter", wünschte er.

Regierungspräsident Wenning lobte die Beharrlichkeit des Stadtrats und des Bürgermeisters für das Projekt. Gerne werde über Brüssel geschimpft. Das Bad aber sei jedoch ein sehr gutes Beispiel für die Hilfe der EU für unsere Region. In der 70-prozentigen Förderung seien auch erhebliche Gelder der EU enthalten. Insgesamt beliefen sich die Kosten auf rund drei Millionen Euro.

Architekt Johannes Müller vom Kulmbacher Architekturbüro H2M erinnerte an die Ausschreibung im Jahr 2007 und den Baubeginn 2009. Die Wasserfläche bezifferte er mit 1050 Quadratmetern, die Nutzfläche der Gebäude mit 870 Quadratmeter. Kollektoren für warmes Wasser, Solarmodule und eine Technik auf dem neuesten Stand seien selbstverständlich gewesen. Landschaftsarchitekt Robert Kerfers hatte die Aufgabe, die verstreut liegenden Funktionsgebäude zusammenzufassen, das Becken zu verkleinern und die Grünflächen mit Aufenthaltsqualität für Freizeit und Sport zu gestalten und das Ganze mit der Natur zu verbinden. Wichtig sei gewesen, mit der Natur und nicht gegen sie zu arbeiten.

Der Vorsitzende des Stadtsportverbands, Günther Schott, nannte das Arzberger Bad eines der schönsten in der Region. Der Vorsitzende des Fördervereins für das Arzberger Freibad, Guido Schemm, meinte, man habe sich Arzberg ohne ein schönes Freibad nicht vorstellen können. Deshalb habe man den Förderverein gegründet und geholfen, das schier Unmögliche zu schaffen. Er hoffte, dass man bereits im nächsten Jahr die Wasserrutsche installieren könne.

Party bei zehn Grad

Rainer Huscher von der Wasserwacht lobte die Arzberger Politiker für ihre erfolgreichen Bemühungen, das einzige noch im Landkreis verbliebene beheizte Freibad nicht sterben zu lassen. Die kirchliche Weihe nahmen Pfarrer Klaus-Dieter Geuer und Pfarrer Kai Steiner vor.

Anschließend gab es Badeutensilien aus der tschechischen Partnerstadt, Regierungspräsident Wenning machte schon mal ein Probesitzen in dem Strandkorb, und die Arzberger Vereine starteten zu einem Gaudi-Wettrennen im Schlauchboot.

Auch das abendliche Schwimmbadfest wollten sich die Arzberger nicht entgegen lassen. Rund 500 Menschen trotzten am Abend Wind und Wetter im Freibad, feierten und tanzten zu der Musik von "Back in Time", die ohne Gage bei um die zehn Grad im Freibad aufspielten.

Die schönen Mädchen

Schon zu seiner Jugendzeit sei das Arzberger Freibad eine der ersten Adressen im Landkreis gewesen, outete sich der Wunsiedler Bürgermeister Karl-Willi Beck bei der Einweihung. Damals aber sei es weniger die Ausstattung des Bades gewesen, die ihn in das Bad gelockt habe, sondern die schönen Arzberger Mädchen.

Text-Quelle: www.frankenpost.de
Autor: Herbert Scharf
Bilder: Stefan Klaubert





Hinein ins kühle Nass
In Arzberg hat das neu gestaltete Freibad seine Pforten geöffnet. Die Premiere verläuft bis auf ein paar Kleinigkeiten reibungslos.

Arzberg - "Yeaaaahhh!" Mit lautem Jubelgeschrei stürzt sich Tobias Wirtz, kaum dass er das Drehkreuz am Eingang passiert hat, ins unberührte Schwimmerbecken, dreht mit kräftigen Kraulbewegungen zwei Runden. "Ich wollte unbedingt der Erste sein und ich hab's geschafft", freut sich der junge Sportler. So begeistert wie er nehmen am Donnerstag noch viele weitere Besucher das "neue" Arzberger Freibad am ersten Öffnungstag dieser Saison und nach zwei Jahren Umbau in Beschlag.

Unter den frühen Gästen ist auch Bürgermeister Stefan Göcking. Die Badehose hat er aber wegen einer Beinverletzung nicht dabei. Genüsslich und zufrieden verfolgt er das Geschehen von einer der hellblau lackierten Bänke aus. "Ich habe dieses Kindergeschrei wirklich vermisst", sagt er.

Zweisprachige Tafeln

Zwei Jahre lang war es still in der Anlage, abgesehen von den Baugeräuschen. Ein paar Mal wird aber auch jetzt noch gebohrt, geschraubt oder gehämmert werden, denn "einige Kleinigkeiten", wie Göcking sagt, sind noch zu erledigen. So mussten sich die Besucher am ersten Tag beispielsweise ihren Weg in die Umkleiden und die Toiletten suchen, weil die Beschilderung noch fehlt. "Wir werden zweisprachige Tafeln in Deutsch und Tschechisch anbringen. Das sind wir unseren Nachbarn, die solche gastfreundlichen Gesten schon seit Jahren praktizieren, einfach schuldig", sagte der Bürgermeister.

Ins Leere ging der gewohnheitsmäßige Blick der Arzberger Schwimmbadgäste auf der Suche nach der Uhr, die früher in der Mitte des Schwimmbereichs stand und von allen Seiten einsehbar war. "Die steht auch noch auf der Zu-erledigen-Liste", beruhigt Göcking die "Zeitlosen". Es werde wieder ein Turm, ähnlich dem Vorgänger, aufgestellt, in dem neben der Uhr eine Lautsprecheranlage integriert sei.

Etwas störrisch war der Kassenautomat am Haupteingang, der offenbar noch an Kinderkrankheiten leidet. Obwohl die Maschine im Laufe des Tages einen Teil ihrer Funktionen einstellte, musste niemand vor dem Drehkreuz am Haupteingang in der Benedikt-Beutner-Straße gegenüber dem VfB-Platz stehen bleiben: Walter Eckl, der geduldige Herr an der Kasse, hatte die Situation im Griff.

Mit souveräner Ruhe ließen es die beiden Bademeister Stefan Wolf und Holger Hummer angehen, die bei aller Freude der Badegäste auch Kritik zu hören bekamen. "Einem Besucher hat es absolut nicht gefallen, als wir die Schwimmerbahnen zugunsten des Nichtschwimmerbereiches auf 25 Meter statt 50 Meter mit einem Seil verkürzten", berichtet Holger Hummer. Diesbezüglich hofft Bürgermeister Stefan Göcking auf gegenseitiges Verständnis der Badegäste. Das Becken werde individuell, je nach Bedarf getrennt beziehungsweise ganz offen gelassen.

Keinerlei Beschwerden waren von den kleinsten Freibad-Premierengäste zu vernehmen: Im Babybecken war friedliches Planschen angesagt. Kein Wunder, ist dieser Bereich doch eine wahre Oase für den wasserliebenden Nachwuchs. Weniger die Eltern als viele Jugendliche hatten das dort integrierte Holzdeck belagert. Ein überraschendes Extra hat die Stadt auf der großen, parkähnlich gestalteten Liegewiese mit dem teilweise erhaltenen alten Baumbestand aufgebaut: eine Seilbahn.

Im Großen und Ganzen waren die Eröffnungsgäste zufrieden mit "ihrem" neuen Freibad. So manche positiven Äußerung über die schöne Anlage folgte jedoch ein "Aber": "Aber die große Rutsche fehlt noch." In diesem Punkt, so Bürgermeister Göcking, sei Geduld bis zur nächsten Saison gefragt. "Die Vorbereitungen laufen, jedoch müssen wir genau planen und kalkulieren, wie Abbau, Transport und Aufbau erfolgen sollen." Für die schwere Rutschenkonstruktion werde ein solides Fundament benötigt, das "nicht mal eben schnell" neben dem laufenden Badebetrieb gebaut werden könne.

Betrieb am Kiosk

Eine gelungene Premiere hatte auch der Kiosk: Während des ganzen ersten Tages waren die Tische vor und in dem neuen Café im Betriebsgebäude nahe des Badebereichs gut besetzt, ließen sich die Gäste Getränke und Kleinigkeiten gegen den Schwimmhunger schmecken. Manche, die sich nicht "nass machen", den ersten Tag im neuen Arzberger Freibad dennoch miterleben wollten, fanden hier ein gemütliches Domizil zum Schauen, Entspannen und ein bisschen auch "Vatertag"-Feiern.

Text-Quelle: www.frankenpost.de
Autor: Petra Geigner





Gemeinsam mehr bewegen

Vor dem Hintergrund knapper Haushalte und gestiegener Belastungen ist es bereits heute in vielen Kommunen traurige Realität, dass Schwimmbäder ersatzlos aus den Etats gestrichen werden und, soweit sich nicht ein anderer Träger findet, geschlossen werden.

In Arzberg ist die Situation zum Glück noch etwas anders. Das Bad wird ab dem Jahr 2009 im Rahmen der Schaffung eines "Bürger- und Landschaftspark mit Ökologisierung des Badebereichs" generalsaniert. Dies wurde einstimmig in der Sitzung des Arzberger Stadtrats vom 20. November 2008 beschlossen.

Die vor Ort aktiven Parteien und Bürgerinnen und Bürger Arzbergs sowie der näheren Umgebung setzen sich durchgängig für den Erhalt des Arzberger Freibades ein.

Der Förderverein "Schwimmbadfreunde Arzberg und Umgebung e.V.", der sich im Rahmen einer Fokusgruppe im Stadtumbau West gebildet hat, unterstützt ebenfalls tatkräftig den Erhalt unseres Freibades.

Wir laden Sie auf unserer Webseite ein, das Arzberger Freibad und unseren Förderverein näher kennen zu lernen und hoffen, Sie irgendwann als Besucher im Freibad begrüßen zu dürfen.

Ob Jung oder Alt –
viele Menschen verbringen gerne ihre Freizeit
im familienfreundlichen Freibad in Arzberg!

Viel Spaß und Freude auf unserer Seite und natürlich auch im Freibad!