FÖRDERVEREIN




Am 23.10.2008 wurde in einer offiziellen Gründungsveranstaltung der Förderverein "Schwimmbadfreunde Arzberg und Umgebung e.V." aus der Taufe gehoben.  Dieser Förderverein wurde aus der im Projekt "Stadtumbau West" vorhandenen "Fokusgruppe Schwimmbad" gegründet. Dort hatten sich aktive Bürgerinnen und Bürger aus Arzberg intensiv in die Vorplanungen einer möglichen Freibadsanierung eingebracht.

Dass die Bevölkerung hinter der Schwimmbad-Sanierung steht, ist eine wichtige Grundvoraussetzung für die Zuschussgeber, wie Bürgermeister Stefan Göcking immer wieder verdeutlichte.


Der Vorstand des Fördervereins (von links): Helmut Richter, Rainer Huscher, Guido Schemm, Fritz Schmidt, Elke Müller, Günter Frank, Peter Gräf, Doris Hipke, Sigrid Müller, dritter Bürgermeister Stefan Klaubert, Ralph Böttig und Bürgermeister Stefan Göcking


 



Vorfreude auf die Rutsche

Jahreshauptversammlung 2011:

Die Schwimmbadfreunde warten mit einer Sensation auf: Es ist ihnen gelungen, im Internet günstig an eine gebrauchte Rutsche fürs Freibad zu kommen.


Arzberg - Arzberg hat eine Rutsche fürs sanierte Freibad. Mit dieser sensationellen Nachricht wartete der Vorsitzende des Fördervereins Schwimmbadfreunde, Guido Schemm, bei der Jahreshauptversammlung am Freitagabend im Pferdestall der Bergbräu auf. Viel früher als gedacht, erreichte der Verein damit sein erstes großes Ziel. Zu verdanken haben die Arzberger das einem Zufall, beziehungsweise der Aufmerksamkeit eines Internetnutzers aus dem Breisgau. Die Arzberger Rutsche ist gebraucht, aber "wie neu" und kostete 5000 Euro. Für Ab- und Aufbau sowie Transport fallen schätzungsweise 60 000 Euro an.

Guido Schemm war sichtlich aufgeregt, als er zu seinem Bericht ansetzte. Denn es sollte an ihm sein, das bislang im Vorstand gut gehütete Geheimnis zu lüften und die frohe Kunde zu überbringen. Dafür ließ er sich allerdings Zeit, spannte die 25 anwesenden Mitglieder auf die Folter und erzählte zunächst von den Geschehnissen, die die Arzberger letztlich in den Besitz einer Rutschbahn bringen sollten. "Eines Tages trudelte bei mir eine E-Mail von einem gewissen, mir unbekannten Marco Prüss ein, der beim Surfen irgendwie über unsere Homepage gestolpert war", berichtete Schemm. Prüss schrieb, er habe gelesen, dass der Förderverein Spenden für eine Freibad-Rutsche sammle. In Waldkirch, seinem Heimatort, gebe es zwei Freibäder, wovon in einem, das inzwischen seit drei Jahren geschlossen sei, eine Rutsche stehe, die genau den Wünschen der Arzberger entspreche. "Daraufhin nahmen wir mit der Waldkirchner Stadtverwaltung Kontakt auf", so Schemm. Die hatte zwar noch nicht an einen Verkauf gedacht, zeigte sich aber verhandlungsbereit.


Diese Rutsche wird ab 2012 das Arzberger Freibad bereichern. Per Zufall erfuhren die Schwimmbadfreunde, dass in Waldkirch diese Rutsche nicht mehr in Betrieb ist. Das Angebot der Arzberger nahm die Stadt schließlich an.

Ein Schnäppchen

"So fuhren wir hin und nahmen die Rutsche unter die Lupe." Anschließend hätten die Mitglieder des Vorstandes hin und her überlegt, hätten die Möglichkeit, die Rutsche zu erwerben, genau geprüft, sie mit den Gegebenheiten im Arzberger Freibad abgeglichen und so weiter. "Dann unternahmen wir einen gewagten Vorstoß: Wir boten der Stadt Waldkirch 5000 Euro für die Rutsche - und der Stadtrat stimmte einstimmig zu. Das Wagnis war tatsächlich geglückt", freute sich Guido Schemm.

Die Waldkirchner Rutsche wurde im Jahr 2001 nach Plänen, die fast genau denen fürs Arzberger Freibad entsprechen, gebaut und war dann sieben Jahre in Betrieb. Seit drei Jahren ist das "Sonnenbad" geschlossen. "Die Rutsche ist 60,5 Meter lang und ist in hervorragendem Zustand. Kurz vor der Schließung wurde eine solarbetriebene Ampelanlage für die Sicherheit der Nutzer eingebaut." Kleinere Schönheitsfehler, ausgeblichene Stellen im blauen Kunststoff, könnten durch Polieren leicht ausgebessert werden.

Die in der Jahreshauptversammlung anwesenden Mitglieder hatten es während der Ausführungen des Vorsitzenden zwar schon geahnt, wohin diese führen würden, doch als er dann mit der guten Nachricht rausrückte, applaudierten sie erstaunt und erleichtert. Seit seiner Gründung hatte sich der Verein um Spenden für eine Rutsche fürs sanierte Freibad bemüht. Dabei war zwar in zwei Jahren der mehr als stattliche Betrag von über 35 000 Euro zusammen gekommen. Für den Kauf einer neuen Rutsche hätte es aber noch lange nicht gereicht: Das Wunschgerät hätte rund 140 000 Euro gekostet. Dank dem aufmerksamen Internetnutzer Marco Prüss, den Guido Schemm mehrfach während seiner Ausführungen lobte, werden sich die Arzberger in ihrem Freibad bereits in der Saison 2012 auf der Rutsche vergnügen können. Allerdings sei es mit dem Kaufpreis von 5000 Euro noch nicht getan. "Wir müssen auch den Ab- und Aufbau sowie den Transport bezahlen, wofür nach heutigen Schätzungen zirka 60 000 Euro fällig werden", so Schemm. Den Abbau könne der Verein zu einem Großteil selbst erledigen, für Transport und Aufbau werde jedoch eine Fachfirma benötigt. Weitere Kosten entstehen für das Fundament. In diesem Zusammenhang deutete Bürgermeister Stefan Göcking eine mögliche Realisierung als Spende an, was jedoch noch nicht ganz spruchreif sei.

Kassierer Peter Gräf berichtete von der finanziellen Ausstattung des Vereins, die dank des hohen Spendenaufkommens sehr solide sei. Er hoffe, dass die gute Nachricht vom Kauf der Rutsche weitere Spender motiviert, denn noch sei das nötige Geld nicht zusammen, und es stünden anschließend weitere Projekte zugunsten des Freibades an.




Vorstandsteam bleibt

Turnusgemäß stand in der Jahreshauptversammlung des Fördervereins Schwimmbadfreunde die Wahl des kompletten Vorstandes an. Die Mitglieder zeigten sich jedoch zufrieden mit der Arbeit der bisherigen Amtsinhaber und wählten alle einstimmig wieder. Vorsitzender bleibt Guido Schemm, seine Stellvertreterin Elke Müller. Um die Finanzen des Vereins kümmert sich Peter Gräf. Ihm steht Rainer Huscher als Stellvertreter zur Seite. Schriftführer ist und bleibt Ralph Böttig, zweiter Schriftführer Günter Frank.

Die zehn Beisitzer sind: Helmut Richter, Sigrid Müller, Günter Jackwert, Thomas Zeitler, Roland Werner, Rainer Dötsch, Selina Schemm, Eva Müller und neu Hedwig Flügel und Martina von Waldenfels. Für einen ordentlichen Internetauftritt des Fördervereins unter der Adresse www.freibad-arzberg.de sorgt Stefan Klaubert.

Einweihung am 2. und 3. Juli 2011

Das sanierte Arzberger Freibad wird am 2./3. Juli mit einem Fest eingeweiht. Das kündigte Bürgermeister Stefan Göcking in der Jahreshauptversammlung des Fördervereins Schwimmbadfreunde an. "Einweihung ist jedoch nicht gleich Eröffnung", stellte er klar. Das Bad werde, sobald es die Witterung zulasse, für den Badebetrieb geöffnet. Das Einweihungsfest im Juli stehe in diesem Jahr stellvertretend fürs Bergfest. Viele Arzberger Vereine hätten bereits ihre Unterstützung zugesagt. "Sie tun das quasi für Null, denn der Kompletterlös aus dem Fest wird dem Förderverein zugute kommen", so Göcking, der erfreut sei, dass der Gemeinschaftssinn in Arzberg solche Früchte trage.

Text-Quelle: www.frankenpost.de
Autor: Petra Geigner